Einige meiner Gedanken zu Therapie und Veränderung, Buchbeitrag und hilfreiche Zitate

Eine Therapie zu beginnen ist keine leichte Entscheidung. Veränderungen machen vielen Menschen, trotz Ihrer Probleme, Angst oder zumindest Bedenken.  Das ist nachvollziehbar und in Ordnung!

Sie werden einem für Sie zunächst fremden Menschen Ihre Gedanken und Gefühle, ihre Verletzlichkeit und Ihre private Lebenssituation anvertrauen. Das erfordert Mut!

In der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie behandle ich Patienten, die gerichtlich zu einer Therapie verurteilt wurden. Hier eine echte Therapiemotivation aufzubauen, dem einzelnen Patienten begreiflich zu machen, dass er trotz seines strafrechtlichen Hintergrundes, die Therapie für sich, seine Lebensqualität und Zukunft durchführt, ist oftmals keine leichte Aufgabe.

Patienten, die sich in einer Praxis melden, haben ihren ganz persönlichen Motivations-prozess bereits abgeschlossen. Unterstützt durch Familie und Freunde oder aus eigener Überzeugung sich im Leben Veränderungen zu wünschen, haben Sie sich entschieden sich einer Therapeutin / Therapeuten, bei der /dem Sie sich akzeptiert und angenommen fühlen, anzuvertrauen.

 

Aus meiner langjährigen klinischen Erfahrung ist es oftmals gar nicht so wichtig, welche Therapiemethode angewendet wird, vielmehr ist die therapeutische Beziehung für den Veränderungsprozess entscheidend. Insofern sollten Sie Ihre Therapeutin / Therapeuten tatsächlich auch nach "Gefühl" aussuchen. 

Keine, noch so erfahrene, Therapeutin / Therapeut kann Ihnen die Garantie geben, dass Alles gut wird. Sie werden sich durch eine Therapie aber auf jeden Fall besser und stabiler fühlen. Das Kennenlernen neuer Betrachtungsweisen, das Verstehen von lebensgeschichtlichen und familiären Zusammenhängen, sowie das Anerkennen dessen, was Sie nicht ändern können, werden Ihnen persönliches Wachstum und vielleicht auch ein neues Selbstbild / Lebensgefühl bringen.

 

Die Erkenntnisse, die Sie in der Therapie gewinnen, werden unter Umständen nicht immer angenehm sein.  Möglicherweise werden alte Wunden spürbar, Verdrängtes kommt an die Oberfläche, Schuldgefühle und frühere Fehler können bewusst werden und konfrontieren Sie mit Seiten Ihrer Persönlichkeit, die Sie vielleicht weniger an sich mögen. Aber, Sie sind nicht allein, Ihre Therapeutin / Therapeut ist für Sie da, um Ihre neuen Erkenntnisse in Ihr Leben zu integrieren und konstrukitve Veränderungen zu bewirken.

Es kann sein, dass Sie feststellen werden, dass Sie sich in Menschen getäuscht haben, Ihr Vertrauen ausgenutzt worden ist, Sie eventuell zu viel investiert haben. Es wird wichtig sein dies aus einer neuen Sichtweise heraus kritisch zu benennen und zu verarbeiten.

In anderen Fällen fühlen Sie sich frustriert, vom Leben verraten und ungerecht behandelt, sind wütend, enttäuscht und traurig. Dies sind Gefühle, die manchmal schwer zu leben und ertragen sind, die Sie möglicherweise in sich "hineinfressen".

Es ist oftmals auch der zunächst leichtere Weg zu denken, die anderen sind schuld, die müssen sich ändern. Die Erkenntnis selbst etwas verändern zu müssen, kann manchmal unangenehm sein und Zeit, sowie therapeutiche Hilfe brauchen.

Und dennoch lohnt es sich den Mut zu haben, hinzusehen, sich in der Therapie zu öffnen, Gefühle und Verletzlichkeit zu zeigen, um so neue Sichtweisen und Veränderungen zu erarbeiten und zuzulassen. Sprechen Sie all Ihre Bedenken und Ängste an, Ihre Therapeutin / Therapeut wird Sie ernst nehmen, verstehen und unterstützen. Letztlich steht am Ende all dieser Lernprozesse die Fähigkeit achtsam mit sich umzugehen und so  emotionale Stabilität zu gewinnen.

Ich habe mir in meiner beruflichen Tätigkeit des Öfteren gewünscht, ich könnte zaubern, um so manches Leid / Trauma, das meine Patienten erfahren haben, ungeschehen zu machen. Letztlich war es durch die Therapie aber immer möglich, wieder Kontrolle über das eigene Leben zu erlangen, Fähigkeiten und Ressourcen zu aktivieren und neue Perspektiven zu finden. Wichtig ist es, den Blick für Menschen und Dinge, die Ihnen gut tun, zu schärfen.

 

Für viele Patienten, die ich begleiten durfte, gab es im Denken nur "schwarz" oder "weiß". Den Blick auch für "Grautöne", Flexibilität und Alternativen, die Unwägbarkeiten des Lebens, sowie die Idee, dass vieles Sinn macht und zugelassen werden kann, zu öffnen, war immer wieder eine wunderbare Aufgabe und Erfahrung.

 

Verändern Sie durch eine Therapie Ihre eigene innere Haltung zu sich selbst, dann werden sich aus einer systemischen Sicht heraus langfristig auch die Menschen, die Sie umgeben, verändern.

In diesem Buch finden Sie meinem Beitrag zum Thema Resozialisierung von Patienten mit Migrationshintergrund

Zitate, die mich  auf meinem persönlichen und beruflichen Weg begleiten:

"Die wahre Lebensweisheit besteht darin,
im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen."           Pearl S. Buck

"In jedermann ist etwas Kostbares, das in keinem anderen ist."          Martin Buber

"Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,
Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge."                  Wilhelm Busch

"Eine gute Ehe ist eine, in der man harmonisch miteinander streitet."            Anita Ekberg

"Glück ist kein Geschenk der Götter,

sondern die Frucht innerer Einstellung."        Erich Fromm

"Sobald Du dir vertraust, sobald weißt Du zu leben."             Johann Wolfgang von Goethe

"Das Lachen ist die Sonne,

die aus dem menschlichen Antlitz den Winter vertreibt."           Victor Hugo

"Die größten Menschen sind jene,
die anderen Hoffnung geben können."            Jean Jaurès

"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."              Franz Kafka

"Wohin Du auch gehst, geh' mit Deinem ganzen Herzen."            Konfuzius

"Die Welt gehört dem, der sie genießt."                         Giacomo Leopardi

"Glück ist nichts Äußeres, sondern ein leises Singen der Seele."               Zenta Maurina

"Nicht alle von uns können große Dinge tun,
aber wir alle können kleine Dinge mit großer Liebe tun."                     Mutter Teresa

"Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung."          Antoine de Saint Exupéry

"Fange den Wind in Deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke."              Mark Twain

Buchempfehlung:

Imagination als heilsame Kraft – Ressourcen und Mitgefühl in der Behandlung von Traumafolgen von Frau Luise Reddemann - Leben Lernen Klett-Cotta Verlag.

 

Näheres dazu und andere Bücher der Autorin finden Sie unter

 

http://www.luise-reddemann.de/home/

    

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